AsF Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg!

Die erste ASF-Bundesvorsitzende Elfriede Eilers trat 1973 an mit dem Anspruch: »Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Aufgabe, sich selbst überflüssig zu machen.« Davon sind wir 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag leider immer noch meilenweit entfernt. Vieles haben wir und unsere Vorkämpferinnen erreicht: von der Einführung des Frauenwahlrechts über den Abbau gesellschaftlicher Benachteiligungen bis hin zur Durchsetzung der Geschlechterquote in der SPD. Doch wer glaubt, Frauen- und Gleichstellungspolitik sei überholt und ein Thema von gestern und vorgestern, der oder die irrt. Wir sind der Überzeugung: die Gesellschaft muss sich ändern. Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Gesellschaft lohnt sich- für beide Geschlechter!

Wofür wir uns einsetzen

  • die existenzsichernde Erwerbstätigkeit und eigenständige Alterssicherung von Frauen
  • die tatsächliche, nicht nur die rechtliche Gleichstellung von Frauen
  • gesellschaftliche Teilhabe von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte durch (u.a.) berufliche Integration
  • gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit (equal pay)
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter
  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
  • Umsetzung der Frauenrechte weltweit
  • die Gleichstellung innerhalb der SPD durch die konsequente Anwendung der Quotenregelung
  • Frauen in Kommunalparlamenten, in den Landtagen, im Bundestag und im Europäischen Parlament

Neue Mitstreiterinnen sind uns jederzeit willkommen - auch solche, die nicht Mitglied der SPD sind oder es (noch) nicht werden wollen.

Andrea Schiele
ASF-Landesvorsitzende

 

Veröffentlicht in Europa
am 19.06.2017

Das Europäische Parlament fordert, das Pensionsgefälle zwischen Geschlechtern, das in den vergangenen Jahren leider nicht ab- sondern zugenommen hat, endlich anzugehen. Dazu erklärt Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und langjähriges Bundesvorstandmitglied der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen: „Geschlechterspezifische Ungleichheiten im Renten- und Pensionssystemen sind inakzeptabel und müssen schnellstmöglich abgebaut werden." Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments setzten sich gegen die wirtschaftliche Abhängigkeit von Frauen ein. Es sei nicht hinzunehmen, dass Frauen im 21. Jahrhundert immer noch wirtschaftlich von ihren Partnern abhängig seien und in die Falle der Altersarmut gelangten. 

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 09.06.2017

Die ASF Baden-Württemberg erklärt zum von Martin Schulz und Andrea Nahles vorgelegten Rentenkonzept:

Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Altersarmut ist das Stoppen der bereits beschlossenen Absenkungen des Rentenniveaus. „Gerade Frauen mit ihrem häufig geringeren Einkommen würden von solch einem Schritt profitieren“ so die ASF-Landesvorsitzende Andrea Schiele. Das gemeinsame Ziel, die Stärkung der gesetzlichen Rente als Grundpfeiler der Altersversorgung, die für mehr als nur ein auskömmliches Leben im Alter sorgt, eint die SPD-Frauen mit Martin Schulz. Dafür muss die Rentenkasse durch steuerfinanzierte Ausgleichsbeiträge unterstützt werden. „Wir fordern, dass unter den Geschlechtern endlich mehr Rentengerechtigkeit herrscht“. Die ASF Baden-Württemberg fordert darüber hinaus, die Anrechnung von Erziehungszeiten bei der Mütterrente unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes gleich zu behandeln. Diese Forderung hatte bereits die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymeier erhoben. „Die steuerfinanzierte Einführung des dritten Anrechnungsjahres für Geburten vor 1992 ist aus unserer Sicht ein Muss“ so Schiele.

Für den kommenden Programmparteitag sei für die SPD-Frauen mit dem vorgelegten Konzept eine gute Grundlage für ein solidarisches Rentenkonzept vorgelegt. Sie sehen aber durchaus noch Luft nach oben ohne die Finanzierbarkeit eines solchen Konzepts in Frage zu stellen. "Bei der geplanten Debatte um einen neuen Generationenvertrag und eine langfristige Erhöhung des Rentenniveaus werden wir uns wie gewohnt lautstark einbringen", so die Landesvorsitzende Andrea Schiele.

Veröffentlicht in Landespolitik
am 11.05.2017

Als einfach unglaublich bezeichnet die ASF-Landesvorsitzende Andrea Schiele die Äußerungen des AfD-Abgeordneten Rainer Podeswa bei der heutigen Plenarsitzung im Stuttgarter Landtag.

„Mit dieser Aussage ist ein Tiefpunkt in unserer demokratischen Kultur erreicht. Schlimm genug, dass der Klimawandel nicht ernst genommen wird, aber dann auf Methoden des Mittelalters zu verweisen, empört mich zutiefst. Frauenverachtender geht es nicht!“

Wer glaubte, die Zeiten, da Hexenverbrennung als Allheilmittel gegen alle Unwägbarkeiten herangezogen wurde, seien endgültig überwunden, wurde heute durch einen demokratisch gewählten Landtagsabgeordneten eines Besseren belehrt. Die Verfolgung und das unsägliche Leid von 40.000 bis 60.000 Frauen derart zu instrumentalisieren, sei äußerst befremdlich, so Andrea Schiele weiter.

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 17.03.2017

ASF und AfA Baden-Württemberg zum Equal Pay Day am 18. März

Mit dem Equal Pay Day, der dieses Jahr am 18. März begangen wird, wird daran erinnert, dass Frauen immer noch weniger Lohn bekommen als Männer. Trotz des EU-weiten Verbots der direkten und indirekten Diskriminierung werden Frauen in allen europäischen Ländern für gleiche oder gleichwertige Arbeit immer noch geringer bezahlt als ihre männlichen Kollegen.

„In Deutschland ist die Lohnlücke mit 21 % besonders hoch! Das ist und bleibt ungerecht – das muss sich ändern!“, betont die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Andrea Schiele. Die ungleiche Bezahlung zwischen Frauen und Männern bringe nicht nur ein geringeres Einkommen über den gesamten Erwerbsverlauf mit sich, sondern auch geringe Renten und somit Armut im Alter. „Das Armutsrisiko für Frauen über 65 Jahre ist in der EU deutlich höher als bei Männern“, so Schiele weiter.

Veröffentlicht in Allgemein
am 16.03.2017

Evelyne Gebhardt bei der Verleihungszeremonie im Europäischen Parlament, zusammen mit ihrem Kollegen, Vizepräsident Rainer Wieland (Foto: Moritz Deutschmann)

 

Besondere Anerkennung für Evelyne Gebhardt: Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments wurde am Dienstagabend in Straßburg mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Als Deutsche und Französin ist es mir eine besondere Ehre, die Völker Europas im Parlament vertreten zu dürfen. Mir liegt am Herzen, dass ich mit meinem Wirken zur europäischen Verständigung beitragen kann. Frieden in Europa ist die Voraussetzung für Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt. Dass ich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werde, verstehe ich nicht nur als große Ehre, sondern auch als Auftrag, meine Arbeit fortzusetzen. Ich werde mich weiterhin mit ganzer Kraft für das großartige europäische Projekt einsetzen“, so die SPD-Politikerin.