ASF-Landesvorstand trifft sich zu seiner Klausurtagung auf der Kapfenburg
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Für politsche Schwerpunktsetzung und das Festlegen des Arbeitsprogramms der nächsten zwei Jahre fand sich der neue Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg auf der Ostalb zusammen. Die dreitägige Klausur stand klar unter der Überschrift „Gleichstellung und Gerechtigkeit“.
Bereits am Freitag wurde mit einer kritischen Analyse sowohl der frauenpolitischen Themen als auch der innerparteilichen Positionsbestimmung begonnen. Wie in vielen anderen Organisationen gilt es auch für die ASF, die Vernetzung von Frauen voran zu bringen, Kommunikationsstrukturen zu verbessern und das Thema Gleichstellung auf allen Ebenen zu verankern. „Wir sind wesentlich besser als unser Image“, stellte die Landesvorsitzende Claudia Sünder fest. „Lippenbekenntnisse allein sind nicht ausreichend“, die Kompetenzzuschreibung für die SPD in Sachen Frauen- und Gleichstellungspolitik muss sich verbessern“, so Sünder weiter.
Ein Schwerpunkt in der inhaltlichen Arbeit wurde durch Esther Peylo (stellv. Vorsitzende) unter dem Aspekt der Teilhabe an der Gesellschaft am Beispiel der Wohlfahrt gesetzt. Lebensstandards nur über das Einkommen eines Menschen zu definieren – und schon hier sind Frauen mehrheitlich benachteiligt - greift als Konzept zu kurz. Es geht immer auch um die Frage, was ein lebenswertes Leben für die jeweilige Person innerhalb ihres Kulturkreises ist, also um Verteilungsgerechtigkeit.
Im Zentrum der Klausur standen ebenso die Hartz IV–Regelungen und die Situationen im Alltag, insbesondere und gerade für Frauen, vorgestellt durch Andrea Schiele. Mit welchem politischem Ansatz ging der Gesetzgeber ans Werk, ist davon etwas übrig geblieben und wenn ja was? Die Frage der Gerechtigkeit rückt in diesem Kontext schnell in den Vordergrund. Bereits auf dem letzten Landesparteitag stellte die ASF den Antrag, Bedarfsgemeinschaften als Berechnungsgrundlage abzuschaffen. Künftig werden in diesem wichtigen Themenfeld sowie im Zusammenhang mit Chancengerechtigkeit bei den Themen Integration, Bildung und Gleichstellung konkrete Aktionen, Anträge und Seminarangebote die politische Arbeit begleiten.
Abgerundet wurde die Tagung durch das abendliche Konzert der „Starlights“ aus Ludwigsburg und des Jugendchores Bönnigheim mit ihrem Chorleiter Jörg Thum, die eindrucksvoll bewiesen, wie professionell, mitreißend und musikalisch wunderbar Jugendarbeit sein kann.





