AsF Baden-Württemberg

 

LDK 2015 in Ulm

 

 

Talkrunde (v.l.: Andrea Schiele, Diana Bayer (Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen und Gleichstellungsbeauftragten), Prof. Dr. Silke Laskowski, Luisa Boos)

ASF-Landesdelegiertenkonferenz wählt neuen Landesvorstand

Andrea Schiele ist die neue Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg. Sie erhielt bei der ASF-Landesdelegiertenkonferenz am 24.10.2015 in Ulm 82,6 % der Stimmen. Andrea Schiele ist damit Nachfolgerin von Anette Sorg, die dem ASF-Landesvorstand insgesamt acht Jahre angehört hatte, davon vier Jahre als Landesvorsitzende, und nicht mehr kandidiert hatte. Sie wurde von den Delegierten mit lang anhaltendem Beifall verabschiedet.

Als Stellvertreterinnen gewählt wurden Luisa Boos (KV Emmendingen) und Rebecca Hummel (KV Reutlingen). Weiter gehören dem neugewählten Landesvorstand an Silvia Fiebig und Hanna Rosahl-Theunissen (KV Freiburg), Svenja Frieß (KV Heidelberg), Stella Kirgiane-Efremidis (KV Rhein-Neckar), Maria Mauch-Felekidou (KV Rems-Murr), Dagmar Neubert-Wirtz (KV Biberach), Annette Sawade (KV Schwäbisch Hall), Dr. Claudia Schöning-Kalender (KV Mannheim), Clara Streicher (KV Böblingen) und Viviana Weschenmoser (KV Freudenstadt).

Die Konferenz stand unter dem Motto „Es ist Zeit: Parität!“ Dazu referierte Prof. Dr. Silke Laskowski von der Universität Kassel. Sie verwies darauf, dass Frauen in Parlamenten deutlich unterrepräsentiert sind. Ohne gleichberechtigte Parlamente könne es aber keine gleichberechtigten Gesetze geben. Schon Elisabeth Selbert, eine der „Mütter“ des Grundgesetzes hatte dies als ‚Verfassungsbruch in Permanenz‘ bezeichnet. „Im baden-württembergischen Landtag sind derzeit nur 20,3 % der Abgeordneten weiblich. Damit ist das Land unrühmliches Schlusslicht in Deutschland“, betonte Laskowski. Ohne verbindliche gesetzliche Regelungen zur Besetzung von Kandidat/innen-Listen werde sich daran auch nichts ändern. Eine Reform des Wahlrechts sei deshalb dringend geboten. „Die ASF Baden-Württemberg wird sich dafür einsetzen, dass sich das auch im Landtagswahlprogramm widerspiegelt“ so Schiele.

Für mehr Informationen lesen Sie bitte Einladung und Antrags- und Berichtsbuch sowie die Beschlüsse.