AsF Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg!

Die erste ASF-Bundesvorsitzende Elfriede Eilers trat 1973 an mit dem Anspruch: »Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Aufgabe, sich selbst überflüssig zu machen.« Davon sind wir 100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen leider immer noch meilenweit entfernt. Vieles haben wir und unsere Vorkämpferinnen erreicht: von der Einführung des Frauenwahlrechts über den Abbau gesellschaftlicher Benachteiligungen bis hin zur Durchsetzung der Geschlechterquote in der SPD. Doch wer glaubt, Frauen- und Gleichstellungspolitik sei überholt und ein Thema von gestern und vorgestern, der oder die irrt. Wir sind der Überzeugung: die Gesellschaft muss sich ändern. Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Gesellschaft lohnt sich- für beide Geschlechter!

Wofür wir uns einsetzen

  • die existenzsichernde Erwerbstätigkeit und eigenständige Alterssicherung von Frauen
  • die tatsächliche, nicht nur die rechtliche Gleichstellung von Frauen
  • gesellschaftliche Teilhabe von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte durch (u.a.) berufliche Integration
  • gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit (equal pay)
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter
  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
  • Umsetzung der Frauenrechte weltweit
  • die Gleichstellung innerhalb der SPD durch die konsequente Anwendung der Quotenregelung
  • Frauen in Kommunalparlamenten, in den Landtagen, im Bundestag und im Europäischen Parlament

Neue Mitstreiterinnen sind uns jederzeit willkommen - auch solche, die nicht Mitglied der SPD sind oder es (noch) nicht werden wollen.

Sonja Elser
ASF-Landesvorsitzende

 

Veröffentlicht in Nachruf
am 26.03.2020

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen trauert um Angelika Barth, die im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

Angelika Barth war mit Leib und Seele Sozialdemokratin, stets streitbar und eine Frau der klaren Worte. Die Belange von älteren Menschen und Frauen lagen ihr besonders am Herzen. Viele Jahre lang engagierte sie sich bei ASF und SPD 60 plus, sowohl im Kreisverband Main-Tauber als auch auf Landesebene. Auf zahlreichen Bundeskonferenzen hat sie Baden-Württemberg als Delegierte vertreten. Im vergangenen Jahr wurde sie für 50-jährige Parteimitgliedschaft geehrt.

Wir verlieren eine hochpolitische Frau, die sich bis zuletzt für das politische Geschehen und ihre SPD interessiert hat. Wir werden Angelika in dankbarer Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 25.03.2020

Unausweichlich, mit denselben Personen, über Wochen und auf begrenztem Raum, unter Stress, mit Sorge vor Krankheit, großer Verunsicherung, mit Zukunfts- und Existenzängsten - das alles birgt zusätzliches Konfliktpotenzial. Schon zu „Normalzeiten“ sind die eigenen vier Wände oft nicht das traute Heim. Häusliche Gewalt ist in Deutschland ein großes Problem. Ausgangsbeschränkungen werden den Druck in vielen Familien und Partnerschaften, insbesondere für Frauen und ihre Kinder, erhöhen.

Die Landesvorsitzende der SPD-Frauen, Sonja Elser, stellt klar: „Kontaktsperren dürfen nicht dazu führen, dass Frauen keine Auswege mehr aus häuslicher Gewalt finden. Sie haben ungeachtet äußerer Umstände, das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Es braucht die Möglichkeit, dem häuslichen Terror zu entfliehen, Rat und Hilfe zu suchen und zu finden!“
Frauennotrufe und –beratungsstellen sind für solche Situationen spezialisiert und arbeiten mit den Frauen zusammen an Wegen aus scheinbarer Ausweglosigkeit. Frauenhäuser bieten den Betroffenen Zuflucht, Schutz und qualifizierte Unterstützung.
Die Profis in den Frauenunterstützungsstrukturen schlagen Alarm: Corona prägt erst seit einer Woche unser Zusammenleben. Doch die Hilferufe mehren sich schon jetzt von Tag zu Tag. In den meisten Bundesländern reichten die Plätze in Frauenhäusern schon vor der Corona-Pandemie nicht aus. Die Nachfrage erhöht sich jetzt täglich. Regeln zur Eindämmung des Virus zwingen außerdem zu Abstandsgeboten und einer Reduzierung der Plätze. Wir brauchen aber gerade jetzt eine unkomplizierte und bedarfsgerechte Ausweitung der Kapazitäten. 
Die SPD-Frauen fordern die Länder und Kommunen auf, die Not von Frauen nicht zu ignorieren. „Im Interesse der Gemeinschaft müssen unbürokratische Lösungen für die von Gewalt Betroffenen gefunden werden“, verlangt  Elser und fügt an: „Frauenhäuser und Frauennotrufe waren immer schon systemrelevant. Ihr Bedarf wird in den nächsten Wochen und Monaten steigen.“

Ganz konkret bedeutet das:
1.    Sicherung der Gehälter 
Durch die fehlende Möglichkeit der Beratungsstellen, z.B. durch Benefizveranstaltungen, Spendenwerbekampagnen oder durch öffentliche Veranstaltungen Eigenmittel zu generieren, sind die sie ganz besonders davon abhängig, dass die Gehälter der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen durch die öffentliche Hand gesichert werden.
Qualifizierte Mitarbeiterinnen, die durch Krankheit ausfallen, müssen umgehend ersetzt werden können. Dafür sind gesicherte Finanzierungswege unumgänglich. Zum Schließen von Frauennotrufen oder Frauenhäusern darf es auf keinen Fall  kommen
2.    Unterstützung bei technischer Ausstattung für Telefon- und Onlineberatung
Wenn Beratung, das Zuhören, das Trösten oder die Suche nach einem Ausweg nicht mehr persönlich in den Geschäftsstellen möglich sind, brauchen die Einrichtungen eine schnelle Unterstützung im Ausbau ihrer technischen Möglichkeiten, um in den Onlinebereich zu wechseln und auch für Selbsthilfegruppen technische Gruppenangebote aufzubauen.
3.    Ausbau von weiteren Notschlafplätzen für Frauen und deren Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
Durch unbürokratische Maßnahmen, wie das Anmieten von derzeit stillgelegten Hotels, muss für eine Aufstockung von Frauenhäusern mit sog. Ausweichschlafplätzen gesorgt werden. Wir brauchen jetzt sofort für die kommenden Monate mehr Betten, und nicht weniger.
4.    Gemeinschaftsaufgabe „Private Gewalt ist nicht PRIVAT!“
SPD-Frauen kämpfen seit Jahren um jeden Platz in den Frauenhäusern. Dieser Kampf für die körperliche und seelische Gesundheit von Frauen ist heute wichtiger denn je. Gewalt gegen Frauen ist eine Straftat. Die aktuellen Aufrufe zum Zusammenhalt zwingen Frauen unter Umständen zum Ausharren in Situationen, die höchst gefährlich bis lebensbedrohlich sein können. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftlicher Skandal, der alle angeht.

 

Veröffentlicht in Bundespolitik
am 17.03.2020

"Anlässlich des Equal Pay Day am 17. März erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Katja Mast MdB:

 

"21 Prozent Lohnlücke zeigen uns: Der Kampf gegen die Lohnlücke muss auf allen Ebenen entschieden weitergeführt werden. Das heißt für die SPD: Das Entgelttransparenzgesetz muss nachgeschärft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter weiter gestärkt und die Frauenquote auch in den Vorständen ankommen.

 

Die Vorschläge von Bundesfrauenministerin Giffey und Bundesjustizministerin Lambrecht müssen jetzt schnell umgesetzt werden, die Union muss sich bewegen, denn die Gleichberechtigung von Frauen und Männern soll sich endlich auch auf dem Lohnzettel widerspiegeln. Die SPD-Bundestagsfraktion hat in den vergangenen Jahren vieles angestoßen, das zur Schließung der Lohnlücke beiträgt, allem voran die Aufwertung sozialer Berufe, das Entgelttransparenzgesetz und Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Klar ist: Equal Pay braucht auch Equal Care - deshalb wollen wir die Familienarbeitszeit."

[https://www.spdfraktion.de/presse/statements/gleichberechtigung-endlich-lohnzettel]

 

 

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 06.03.2020

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2020 fordert die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen (AsF) in Baden-Württemberg konkrete Wahlrechtsreformen, um zukünftig alle Parlamente paritätisch mit Männern und Frauen zu besetzten.

 

„Die Tage der wohlgemeinten Absichtserklärungen für mehr Frauen in den Parlamenten sind vorbei! Sowohl im Landtag als auch im Bundestag müssen nun endlich konkrete Wahlrechtsreformen auf den Weg gebracht werden“, so AsF-Landesvorsitzende Sonja Elser anlässlich des Internationalen Frauentages. „Jetzt ist die Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen“, so Elser weiter, die den Vorschlag der SPD-Fraktion zur Änderung des Bundestagswahlrechts begrüßt.  Die Sozialdemokrat*innen im Bundestag streben das Ziel eines paritätisch besetzten Parlaments an. Dazu wird geprüft, ob Parteien, die ihre Listen nicht zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzen, überhaupt zur Bundestagswahl zugelassen werden.

 

Die Frauen in der SPD in Baden-Württemberg sind sich einig: Es sei nicht hinnehmbar, dass der Frauenanteil im Bundestag so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren ist. Sie sind fest entschlossen, dies zu ändern und berufen sich dabei auf das Grundgesetz.

Für die AsF Landesvorsitzende Sonja Elser ist deshalb klar: „Der Artikel 3 unseres Grundgesetzes ist der Auftrag an alle Parteien Gleichstellung zwischen den Geschlechtern herbeizuführen. Mit einem Parité-Gesetz kommt der Staat seiner Verpflichtung nach, bestehende Unterschiede in den Parlamenten zu beseitigen. Das ist keine utopische Forderung, sondern die Einhaltung des Grundgesetzes. Für uns in der AsF ist das eine Selbstverständlichkeit.“

 

Die Initiative im Bundestag sehen die sozialdemokratischen Frauen auch als starkes Signal an die baden-württembergische Landesregierung und die im Landtag vertretenen Parteien. Eine Änderung des Landtagswahlrechts sei die Voraussetzung endlich die rote Laterne beim Anteil weiblicher Abgeordneter abzugeben.

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 11.12.2019

AsF, Jusos und AfA im Land begrüßen die Beschlüsse des Bundesparteitages in Berlin zum Sozialstaatskonzept.Grund zur Freude hatten die drei Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften AsF, Jusos und AfA auf dem Bundesparteitag am vergangenen Wochenende in der Bundeshauptstadt. Mit Saskia Esken als Vorsitzende und der Gewerkschafterin Leni Breymaier sowie dem Landesvorsitzenden Andreas Stoch ist die SPD Baden-Württemberg mit drei starken Stimmen im Bundesvorstand vertreten.Die SPD geht in eine neue Zeit, die ganz klar im Zeichen des modernen Staates stehen wird. Grundlage dafür ist unter anderem das einstimmig beschlossene Sozialstaatskonzept, mit dem sich die Partei von Hartz IV abwendet. Der Landesvorsitzende der AfA Udo Lutz dazu: “ Mit dem Sozialstaatspapier wurde ein richtiger und großer Schritt für soziale Gerechtigkeit gemacht. Neben der Wahl der Doppelspitze ist die inhaltliche Ausrichtung zu einer Politik nah bei den Menschen ein Meilenstein in der langen Geschichte der SPD. Auf die SPD ist Verlass! Einfach super! Gestalten wir gemeinsam eine soziale und gerechte Zukunft!“. Pavlos Wacker, Landesvorsitzender der Jusos in Baden-Württemberg betonte auch in seiner Rede auf dem Parteitag den Stellenwert der Kindergrundsicherung. „Mit dem Beschluss der Kindergrundsicherung schreiben wir Geschichte: Es ist ein starkes Zeichen für hunderttausende Familien und Millionen von Kindern, die wir endlich aus der Armut holen wollen! Dass wir Jusos hier jahrelang inhaltliche Vorarbeit geleistet haben, macht mich richtig stolz“, so Wacker.Für die Frauen in der SPD in Baden-Württemberg freut sich Landesvorsitzende Sonja Elser: „Wir als SPD-Frauen sind ein großes Stück vorangekommen. Mit der Brückenteilzeit vereinfachen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mit dem Rechtsanspruch auf eine kostenlose Ganztagsbetreuung in der KiTa und an der Grundschule kommen wir nochmals ein großes Stück voran. Am Ende des Erwerbslebens muss auch für Frauen eine auskömmliche Rente stehen. Dafür werben wir jetzt um neue gesellschaftliche Mehrheiten.“Einigkeit über den Einzug von Stoch und Breymaier in den Parteivorstand herrscht bei allen drei AG- Vorsitzenden: „Mit der Wahl von Andreas Stoch und Leni Breymaier in den neuen Bundesvorstand sind wir überzeugt, dass unsere Landes-SPD nun mit allen drei gewählten Personen eine wichtige Rolle spielen wird. Zur Neuwahl gratulieren wir Saskia Esken und unserem Landesvorsitzenden ganz herzlich und freuen uns über das starke Ergebnis von Leni Breymaier bei der Wiederwahl.“