AsF Baden-Württemberg

 

ASF-Neujahrsempfang & Festakt anlässlich des 60. Geburtstages unserer Frau in Europa - Evelyne Gebhardt, MdEP

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Erstmals hatte die ASF Baden-Württemberg zu einem Neujahrsempfang und Festakt anlässlich des 60 Geburtstages der Europaabgeordneten Evelyne Gebhardt geladen und viele, viele kamen. Rund 130 Gäste hatten es sich nicht nehmen lassen, am 2. Februar 2014 im Kleinen Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt darauf anzustoßen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Just Clarinets, die mit ihrem virtuosen Spiel die Anwesenden begeisterten.

Die ASF-Landesvorsitzende Anette Sorg würdigte in ihrer Begrüßung Evelynes Blick für frauenpolitische Belange auf allen Ebenen, im Land, im Bund und in Europa. Das habe sich in dem ausgezeichneten Wahlergebnis bei der Bundesvertreterversammlung niedergeschlagen, wo Evelyne Gebhardt mit 97 % der Stimmen auf Platz 6 der Bundesliste zur Europawahl gewählt wurde. Die Bundes-ASF war durch die stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende Dr. Agnes Allroggen-Bedel vertreten, die Evelynes großes Engagement und umsichtiges Wirken in der Bundesantragskommission herausstrich.

Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, hob in ihrem Grußwort Evelynes Einsatz im Europäischen Parlament für die Dienstleistungsrichtlinie hervor.

Ein humorvolles Grußwort kam von der ver.di-Landesbezirksleiterin Leni Breymaier. Da eine Frau alleine gar nicht alle Termine absolvieren könne, müsse es mindestens zwei Doppelgängerinnen geben, die sie gerne kennenlernen würde. Als langjähriges ver.di-Mitglied sei Evelyne „keine von oben herab“, sondern „eine von uns“. Leni Breymaier überreichte einen Schal mit der symbolträchtigen Aufschrift "You never walk alone".

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Bundesjustizministerin a.D., die die ASF Baden-Württemberg mitgegründet hat und von 1973 bis 1976 auch deren erste Landesvorsitzende war. Däubler-Gmelin lobte Evelyne Gebhardt für ihr Fachwissen, ihren Einsatz und ihre Bodenständigkeit. Die Zusammenarbeit mit ihr sei stets menschlich und fachlich hervorragend gewesen. Evelyne habe den Anschein weiblicher Sanftmut und sei doch, wenn es um die Sache geht, ein "Treppenterrier", habe Biss und Durchsetzungsvermögen.
Anschließend bedankte sich Evelyne Gebhardt bei allen für die Lobreden, die sie sehr berührt hätten. Kurz schilderte sie ihren Werdegang: Von den Eltern, die ihr ein Studium ermöglicht hatten, vom Kulturschock in Deutschland, wo sie antiquierte Frauenrechte vorfand, was ihr Ansporn war, fortan für Chancengerechtigkeit einzutreten, und von Frauen und der ASF, von denen sie große Unterstützung erfahren habe.

Bei angeregten Gesprächen klang der Empfang an Stehtischen aus.