Mehr Frauen in den Landtag: AsF stellt Kampagne „70 Wahlkreise – 70 Frauen!“ vor

Veröffentlicht am 01.04.2014 in Pressemitteilungen

Die AsF Baden-Württemberg stellte am heutigen 1. April 2014 auf einer Pressekonferenz in Stuttgart ihre Kampagne „70 Wahlkreise – 70 Frauen!“ vor. Die Kampagne entstand mit dem festen Willen den Frauenanteil im baden-württembergischen Landtag zu erhöhen und nachdem absehbar war, dass die grün-rote Landesregierung trotz ihrer Mehrheit keine Wahlrechtsreform auf den Weg bringen wird.

„Heute kann ich hier stolz verkünden: In jedem der 70 Landtagswahlkreise wird eine SPD-Frau eine Kandidatur für den Landtag anstreben!“, eröffnete die AsF-Landesvorsitzende Anette Sorg die Pressekonferenz.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen machte deutlich, dass sie die Forderungen nach Alternativen zu einer Wahlrechtsreform sorgfältig geprüft habe und dies die einzige logische Konsequenz sei, um den Frauenanteil effektiv zu erhöhen und endlich Parität herzustellen. „Wir als SPD werden zeigen, dass wir den Kampf um Gleichstellung weiterhin sehr ernst nehmen und als AsF hoffen wir in der kommenden Legislaturperiode weitestgehend Frauen in den Landtag entsenden zu können. Selbstverständlich hätten wir eine Reform des Wahlrechts vorgezogen, nahmen aber auch den Arbeitsauftrag an uns sehr ernst, wirksame Alternativen hierzu zu entwickeln.“, so der AsF-Landesvorstand.

Als nächster Schritt werden gegen Ende des Jahres in allen Wahlkreisen Frauenkonferenzen stattfinden, auf denen sich die örtliche Kandidatin vorstellen wird. Die Liste der Kandidatinnen wird solange vertraulich behandelt. Der SPD-Landesverband signalisierte jedoch bereits jetzt eine breite Unterstützung der AsF-Kampagne. „Wir überlegen uns gerade, wie der Landesverband weibliche Kandidierende im Wahlkampf finanziell besonders unterstützen kann, um einen weiteren Anreiz in den Wahlkreisen zu schaffen, eine Frau zu nominieren.“, sagte ein Landesvorstandsmitglied.

Positive Signale sendete auch der Führungskreis der SPD-Landtagsfraktion. Aus ihren Reihen war zu hören, dass sie Kandidaturen von Frauen mit aller Kraft unterstützen werden. Vor allem in Wahlkreisen, wo kein Mann kandidiert und die Wahlaussichten gering sind.