08.03.2021 in Pressemitteilungen

Für eine Politik, in der #FrauenZählen!

 

Zum Internationalen Frauentag erklärt die ASF-Landesvorsitzende Sonja Elser:

„Der Kampf für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung der Frauen ist 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag, aktuell wie nie! Die Pandemie offenbart schonungslos, welche strukturellen Defizite in unserem System rund um die Gleichstellung, vorhanden sind. 

Frauen sind in Zeiten von Corona tragende Säulen unserer Gesellschaft. Über 80% der Beschäftigten in sogenannten „systemrelevanten“ Berufen, sind Frauen.
Meist in A-typischen Beschäftigungsverhältnissen und mit einem geringerem Verdienst. Frauen halten das System am Laufen, kümmern sich zusätzlich um Homeschooling, Haushalt, Homeoffice sowie Kinderbetreuung und drohen nun zu den größten Verliererinnen der Pandemie zu werden. Wohlwollen und Anerkennung reichen bei weitem nicht aus. Jetzt ist nicht die Zeit, das Rad der Gleichstellungspolitik zurückzudrehen. 

Frauen sind seit Corona häufiger Opfer von häuslicher Gewalt, verlieren ihre Zusatzjobs, erhalten durch die Teilzeitbeschäftigungen weniger Kurzarbeitsgeld und sind vermehrt frauenfeindlichen, sexistischen und rassistischen Angriffe ausgesetzt. Frauen haben eine Politik verdient, die sie schützt und die Gleichstellungspolitik auch umsetzt. 

Um die politischen Rahmenbedingungen zu ändern braucht es uns Frauen in den Parlamenten. Heute mehr denn je! #FrauenZählen - und das in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. 

Wir kämpfen 2021 rund um den Internationalen Frauentag nicht nur für die Befreiung der Frauen bei uns und auf der ganzen Welt. Wir kämpfen auch um die gleiche Verteilung von Zeit, Macht und Geld. 

Lasst uns am 14. März 2021 mit der Landtagswahl die Rahmenbedingungen ändern. Lasst uns mit unseren Stimmen dafür sorgen, dass im nächsten Landtag von Baden-Württemberg viele weibliche Abgeordnete sitzen. Für eine Politik, in der #FrauenZählen und nicht den Preis bezahlen müssen. Für eine Politik, die noch unseren Töchtern und Enkeltöchtern zugutekommt. 

Der Kampf der Frauen geht weiter – heute, morgen und in Zukunft.“

26.02.2021 in Pressemitteilungen

"Lasst uns über Zeitanteile reden!" - ASF zum Equal Care Day

 

Die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg, Sonja Elser, erklärt anlässlich des Equal Care Day am 1. März:

„Rund um den Equal Care Day wird verstärkt über die gerechte Aufteilung von Kehr- und Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern gesprochen. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Frauen die Hauptlast an Betreuung und Erziehung, beim Kochen und in der Hausarbeit tragen, und offenbaren so gravierende geschlechtsspezifischen Ungleichheiten.

Um gleichstellungspolitische Tendenzen in Europa nicht subjektiv mit dem „Bauch“ zu bewerten oder spüren zu müssen, hat die Europäische Union eine eigene „Gender-Datenagentur“ (EIGE) gegründet, die in Vilnius (Litauen) beheimatet ist und Fakten, Daten und Hintergründe über zahlreiche Fragen der Geschlechter-Gleichstellung sammelt und veröffentlicht. Der Gerechtigkeitsindex im Bereich „Zeit“ liegt für die EU laut EIGE bei 65,7 Punkten von möglichen 100. Deutschland liegt mit 65,0 Punkten im europäischen Mittel, Schweden bei 90,1. Frauen in Deutschland sind also deutlich stärker einer Doppel- bzw. Mehrfachbelastung und demzufolge weniger Freizeit ausgesetzt. Bis zu einer gerechten Zeitaufteilung für soziale Aktivitäten zwischen den Geschlechtern ist noch deutlich Luft nach oben!“

24.11.2020 in Pressemitteilungen

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

 

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November erklärt die ASF-Landesvorsitzende Sonja Elser:
 

„Gewalt geschieht vor unseren Augen. Laut Polizeistatistik gab es 2019 in Deutschland 115.000 weibliche Opfer. Das sind jedoch nur diejenigen Taten, die zur Anzeige gebracht wurden. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Über 80 Prozent aller Opfer von Partnerschaftsgewalt sind Frauen. Gewalt gegen Frauen ereignet sich täglich in Form von häuslicher, psychischer, physischer und sexueller Gewalt. Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten und aller Altersgruppen.
 

Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, das nicht nur individuell von den Betroffenen gelöst werden kann. Häufig sind Frauen und ihre Kinder im Kontext mit Trennungs- und Scheidungssituationen einem hohen Risiko von eskalierender Gewalt ausgesetzt. Aber auch Gewalterfahrungen in der Kindheit und Jugend spielen eine Rolle. Um Gewalt gegen Frauen bekämpfen zu können, braucht es ein Bewusstsein für die Problematik und viele gemeinsame Akteur*innen.
 

In vielen Fällen männlicher Übergriffe und Gewalt kommt es nicht zur Ahndung, weil Frauen die Schuld für die Gewalt oftmals bei sich selbst suchen. Traditionelle Geschlechterrollen sowie ökonomische Abhängigkeiten verstärken diese Wahrnehmung.

Die SPD-Frauen verweisen auch auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, ein bundesweites Beratungsangebot. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 erhalten Betroffene aller Nationalitäten 365 Tage im Jahr Unterstützung rund um die Uhr – anonym und kostenfrei.“
 

Hintergrund:

Der Aktions- und Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal. Sie wurden am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den tyrannischen Diktator gilt inzwischen als Symbol für die Kämpfe von Frauen weltweit. Es gilt die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.
 

Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt. Mit vielen Aktionen werden an diesem Tag weltweit Zeichen gesetzt zur Beseitigung von körperlicher oder sexueller Gewalt gegen Frauen.

30.04.2020 in Pressemitteilungen

Frauen brauchen Unterstützung

 

Sozialdemokratische Frauen werben für den Appell #Coronaelterngeld und rufen damit für mehr Unterstützung für Familien in der Coronakrise auf.

Die Herausforderungen, die betroffene Eltern und insbesondere Alleinerziehende seit der Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtung bewältigen müssen, sind enorm.

Sonja Elser, Landesvorsitzende der ASF in Baden-Württemberg, bezieht klare Position: „Das ist ein Zustand, den wir nicht über Monate hinweg tragen können. Vor allem Frauen müssen den Spagat zwischen Care-Arbeit und Berufstätigkeit täglich meistern. Wir brauchen nicht nur Arbeitszeitentlastung für die betroffenen Eltern, wir müssen gleichzeitig auch den Kindern die Möglichkeit zur freien Entfaltung geben.“

25.03.2020 in Pressemitteilungen

Frauennotrufe und Frauenhäuser sind systemrelevant!

 

Unausweichlich, mit denselben Personen, über Wochen und auf begrenztem Raum, unter Stress, mit Sorge vor Krankheit, großer Verunsicherung, mit Zukunfts- und Existenzängsten - das alles birgt zusätzliches Konfliktpotenzial.
Schon zu „Normalzeiten“ sind die eigenen vier Wände oft nicht das traute Heim. Häusliche Gewalt ist in Deutschland ein großes Problem.


Ausgangsbeschränkungen werden den Druck in vielen Familien und Partnerschaften, insbesondere für Frauen und ihre Kinder, erhöhen.