"Was ist meine Arbeit wert?"

Veröffentlicht am 05.11.2015 in Pressemitteilungen

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg unterstützt die Kampagne zum Equal Pay Day 2016, die unter dem Motto "Was ist meine Arbeit wert?" steht und von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig am 3. November gestartet wurde.

"Frauen bekommen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger Gehalt als Männer, in Baden-Württemberg sind es sogar 28 Prozent", betonte ASF-Landesvorsitzende Andrea Schiele. Es sei daher eine Frage der Gerechtigkeit, das Prinzip gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit zu realisieren. Auf die Frage 'Was ist meine Arbeit wert?', kann es nur eine Antwort geben: Genauso viel wie die der Männer!"

Im Fokus der Kampagne stehen Berufe mit Zukunft. Dazu gehören Berufe in Erziehung und Pflege, die allerdings vergleichsweise schlecht bezahlt werden, obwohl sie für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Dies müsse sich auch in der Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher oder Pflegerinnen und Pfleger niederschlagen, forderte Schwesig. „Aber auch sämtliche Sozialberufe, z.B. in den Jugendämtern, fallen darunter“, ergänzte Schiele.

Katja Mast MdB, baden-württembergische SPD-Generalsekretärin und Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, erklärt dazu: „Die SPD handelt, um mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt herzustellen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat die Frauenquote erfolgreich eingeführt. Vom Mindestlohn profitieren insbesondere viele Frauen. Was jetzt folgen muss, ist gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern muss endlich bekämpft werden – wir schreiben das Jahr 2015, da sind Lohnlücken, wie wir sie in Deutschland haben, einfach nur noch peinlich.“

Mit einem Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit solle Transparenz bei den Lohnstrukturen geschaffen werden. "Frauen müssen darauf vertrauen können, dass sie fair bezahlt werden, auch wenn es nicht möglich ist, das Gehalt des Kollegen einzeln zu erfragen", so die Meinung der SPD-Frauen. Unternehmen seien zwar jetzt schon dazu verpflichtet, Lohndiskriminierung zu beseitigen, es sei aber oft schwierig, Lohndiskriminierung überhaupt konkret zu erkennen und zu beweisen. Der „eg-check“ als Instrument kann hier enorm hilfreich sein.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1.1. des gleichen Jahres für ihre Arbeit bezahlt werden. Der nächste Equal Pay Day findet am 19. März 2016 statt.