AsF Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg!

Die erste ASF-Bundesvorsitzende Elfriede Eilers trat 1973 an mit dem Anspruch: »Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Aufgabe, sich selbst überflüssig zu machen.« Davon sind wir 100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen leider immer noch meilenweit entfernt. Vieles haben wir und unsere Vorkämpferinnen erreicht: von der Einführung des Frauenwahlrechts über den Abbau gesellschaftlicher Benachteiligungen bis hin zur Durchsetzung der Geschlechterquote in der SPD. Doch wer glaubt, Frauen- und Gleichstellungspolitik sei überholt und ein Thema von gestern und vorgestern, der oder die irrt. Wir sind der Überzeugung: die Gesellschaft muss sich ändern. Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Gesellschaft lohnt sich- für beide Geschlechter!

Wofür wir uns einsetzen

  • die existenzsichernde Erwerbstätigkeit und eigenständige Alterssicherung von Frauen
  • die tatsächliche, nicht nur die rechtliche Gleichstellung von Frauen
  • gesellschaftliche Teilhabe von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte durch (u.a.) berufliche Integration
  • gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit (equal pay)
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter
  • Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
  • Umsetzung der Frauenrechte weltweit
  • die Gleichstellung innerhalb der SPD durch die konsequente Anwendung der Quotenregelung
  • Frauen in Kommunalparlamenten, in den Landtagen, im Bundestag und im Europäischen Parlament

Neue Mitstreiterinnen sind uns jederzeit willkommen - auch solche, die nicht Mitglied der SPD sind oder es (noch) nicht werden wollen.

Andrea Schiele
ASF-Landesvorsitzende

 

Veröffentlicht in Ankündigungen
am 30.10.2019

Die Landesdelegiertenkonferenz der ASF Baden-Württemberg findet am 16. November 2019 in Stuttgart statt. Das diesjährige Motto lautet "Den Kulturwandel gestalten"

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch wird ein Grußwort halten. Die Politikwissenschaftlerin und Geschlechterforscherin Dr. Dorothee Beck wird zum Thema "Geschlecht - Macht - Gewalt. Ein tabuisiertes Thema in politischen Institutionen" referieren. 

Am Nachmittag stehen Neuwahlen sowie Antragsberatung auf dem Programm.

Einladung

Berichts- und Antragsbuch

Veröffentlicht in Bundespolitik
am 07.06.2019

Die ASF Baden-Württemberg unterstützt den gemeinsamen Aufruf der Bundesvorstände von ASF, Jusos, ASJ und AG Migration und Vielfalt 

 

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion,

wir, die Bundesvorstände der Jusos, Juso-Hochschulgruppen, ASF, AG Migration und Vielfalt und der ASJ, appellieren an euch, dem sogenannten Geordnete-Rückkehr-Gesetz nicht zuzustimmen und es am heutigen Freitag nicht zu beschließen.

Wir wissen, dass Regierungsarbeit aus dem oft schmerzhaften Ringen um Kompromisse besteht – und wir verstehen das. Wir glauben aber auch, dass es Themen gibt, die sich wegen ihres grundsätzlichen Charakters nicht als politisches Verhandlungsobjekt eignen. Was dieser Fall auch erneut deutlich macht: Es muss Schluss sein mit den politischen Tauschgeschäften! Auch die lange von uns geforderte Einführung eines Einwanderungsrechts rechtfertigt nicht die Preisgabe sozialdemokratischer Grundwerte im Gegenzug.

Uns ist bewusst, dass ihr in den Verhandlungen der letzten Wochen bereits viele Punkte abgeschwächt habt und versucht habt, den untragbaren Gesetzentwurf aus dem Innenministerium zu verbessern. Dennoch kommen wir zu dem Schluss, dass diesem Gesetzentwurf aus sozialdemokratischer Sicht nicht zugestimmt werden kann. Der vorliegende Gesetzestext würde einen Aufenthaltsstatus noch unterhalb der Duldung einführen, den Abschiebevollzug ausbauen, das Trennungsgebot zwischen Strafhaft und Abschiebehaft verwässern und Teile der Zivilgesellschaft kriminalisieren, die sich in der Geflüchtetenarbeit engagieren. Hinzukommt, dass eine Änderung des Aufenthaltsrechts vorgenommen werden soll, die alle in Deutschland lebenden Ausländer*innen betreffen würde und ein Erlöschen des Aufenthaltstitels im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung erlaubt.

Diese Maßnahmen würden zu einer weiteren Entrechtung und Ausgrenzung von Geflüchteten führen und verschlechtern absehbar die gesellschaftliche Stimmung ihnen gegenüber. Aus unserer Sicht muss die Sozialdemokratie die Würde und Gleichheit aller Menschen achten, auch derer, die nach Deutschland geflüchtet sind, weil sie zu Hause nicht mehr sicher leben können. An dieser Maxime muss sich daher auch ihre Asylpolitik messen lassen.

Wir fordern euch, die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion deshalb eindringlich auf, das Eilverfahren zu stoppen und dem Gesetz nicht zuzustimmen.

Dieses in unserer Partei hochumstrittene Vorhaben trifft bei uns nicht nur an vielen Stellen auf Widerspruch in der Sache. Es birgt auch das Potenzial, unsere Partei in einem äußerst sensiblen Moment noch weiter auseinanderzutreiben.

Maria Noichl, ASF-Bundesvorsitzende
sowie die Bundesvorstände von Jusos, Juso-Hochschulgruppen, ASJ und AG Migration und Vielfalt

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 23.04.2019

Die ASF Baden-Württemberg hatte zu einer Matinée am Sonntag, 28. April 2019, in Karlsruhe eingeladen.

Europa war lange der Motor für Gleichstellung. Das soll es auch sein. Das soll es bleiben. Unser Europa der Zukunft ist eines, in dem Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer und selbstbestimmt ihren Weg gehen. Doch was bedeutet das konkret für verschiedene Frauen aus unterschiedlichen Generationen?

Unter dem Motto "Frauen gestalten. Europa. Gemeinsam stark." kamen Frauen verschiedener Generationen zusammen, um ihr Europa der Zukunft zu beschreiben. Was bedeutet Europa für sie? Wie muss Politik in Europa gestaltet werden? Den Fragen der Anwesenden stellten sich die ASF-Bundesvorsitzende Maria Noichl MdEP, Hilde Mattheis MdB (ehem. ASF-Landesvorsitzende 1999-2007) und Anne Sophie Spieler, Marie-Juchacz-Preisträgerin. Moderiert wurde die Veranstaltung von der ASF-Landesvorsitzenden Andrea Schiele.

Mit dabei waren die Europa-Kandidatinnen aus Baden-Württemberg Evelyne Gebhardt MdEP, Vizepräsidentin der Europäischen Parlaments, Luisa Boos und Dominque Odar sowie viele andere spannende Frauen aus Bundes- und Landespolitik.

PressemitteilungenWertsache Arbeit!

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 15.03.2019

Anlässlich des Equal Pay Day am 18. März erklären die ASF-Landesvorsitzende Andrea Schiele und der AfA-Landesvorsitzende Udo Lutz:

„Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Ist es aber nicht. Deshalb machen wir Jahr für Jahr auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam, die seit Jahren konstant 21 Prozent beträgt.

Typische „Frauenberufe“ erzielen geringere Verdienste als „Männerberufe“ – obwohl sie in ihren Anforderungen und Belastungen vergleichbar sind. Besonders die Sozialen Berufe sind Zukunftsberufe. Sie sind wichtig für ältere Menschen, für Kranke, für Kinder und Jugendliche und für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Hier beweisen Frauen jeden Tag, dass ihre Arbeit den gleichen Wert hat wie die Arbeit von Männern. Dennoch wird ihre Arbeit noch nicht ausreichend wertgeschätzt. Frauen in allen Berufen haben ein Recht auf gute Arbeitsbedingungen, gute Bezahlung und Karrieremöglichkeiten. Männer haben ein Recht auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Vor allem im Alter wirkt sich die Lohnlücke später ein zweites Mal negativ aus und lässt Frauen am Ende ihres Erwerbslebens häufig mit Renten dastehen, die das Überleben kaum sichern können. 

Der „Tag für gleiche Bezahlung“ am 18. März macht symbolisch auf den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern aufmerksam, der in Deutschland aktuell noch immer 21% beträgt. Daraus ergeben sich 77 Tage, in denen Frauen für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit umsonst arbeiten.

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 06.03.2019

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März erklärt die ASF-Landesvorsitzende Andrea Schiele:

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein zentrales Ziel unserer Politik – seit mehr als 150 Jahren und auch in Zukunft!“

Die SPD hat vieles angestoßen und durchgesetzt, um die soziale Lage der Frauen und ihre politischen und gesellschaftlichen Rechte zu verbessern. Die Lebenssituation der Frauen sähe heute anders aus ohne das, was die SPD für die Frauen erreicht hat: kein Wahlrecht, schlechte Gesundheitsversorgung, Gewalt, kaum Bildungschancen, Ausbeutung, niedrige Löhne und vieles mehr. An vielen Orten auf der Welt ist das auch heute noch bittere Realität.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist im Grundgesetz verankert. Sie ist ein hohes Gut, das wir verteidigen und für das wir weiter kämpfen. Rückschritte, egal von welcher Seite, lassen wir nicht zu. Das verlangt Haltung und praktische Politik. Jeden Tag. Überall.

Moderne Frauenpolitik bedeutet für uns, für gleiche Rechte und Chancen, gleiche Beteiligung und eine vielfältige Gesellschaft zu streiten. Damit Mädchen werden können, was sie wollen, damit niemand Opfer sexueller Gewalt wird, damit Frauen für gute Arbeit gerecht bezahlt werden, damit die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege erleichtert wird. Die SPD ist die treibende Kraft!“

Die SPD Frauen erinnern an den Ursprung des Kampfes um den Internationalen Frauentag: Frauenrechte sind keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte, lautete damals ein Hauptargument. Inzwischen sei vieles erreicht worden, doch noch immer sei auch in Deutschland ökonomische Gleichberechtigung längst nicht an der Tagesordnung. Global betrachtet gäbe es sogar Rückschritte. Der Männlichkeitskult, der von Rechtspopulisten hier und in Teilen Europas propagiert wird, versucht ein Frauenbild von vorgestern zu zementieren. Weltweit werden Frauen Opfer von Gewalt. Deshalb betonen die Sozialdemokratinnen die Wichtigkeit, jeden Tag für die Rechte der Frauen einzustehen.