Mach mit!

Die erste ASF-Bundesvorsitzende Elfriede Eilers trat 1973 an mit dem Anspruch: »Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Aufgabe, sich selbst überflüssig zu machen.« Davon sind wir 100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen leider immer noch meilenweit entfernt. Vieles haben wir und unsere Vorkämpferinnen erreicht: von der Einführung des Frauenwahlrechts über den Abbau gesellschaftlicher Benachteiligungen bis hin zur Durchsetzung der Geschlechterquote in der SPD.

Doch wer glaubt, Frauen- und Gleichstellungspolitik sei überholt und ein Thema von gestern und vorgestern, der oder die irrt. Wir sind der Überzeugung: die Gesellschaft muss sich ändern. Der Einsatz für eine geschlechtergerechte Gesellschaft lohnt sich- für beide Geschlechter!

Neue Mitstreiterinnen sind uns jederzeit willkommen - auch solche, die nicht Mitglied der SPD sind oder es (noch) nicht werden wollen.

Sonja Elser und Christiane Albrecht
ASF-Landesvorsitzende

 

06.05.2022 in Ankündigungen

ASF-Landesdelegiertenkonferenz 2022

 

Die ASF-Landesdelegiertenkonferenz findet am Samstag, 21. Mai 2022, im Alten Rathaus in Esslingen statt. Das diesjährige Motto lautet "Respekt für Gleichstellung - LauterFrauen!".

Auf dem Prgramm stehen neben Grußworten von Jasmina Hostert MdB, Stellv. SPD-Landesvorsitzende, und Dr. Dorothea Kliche-Behnke MdL, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung der SPD-Landtagsfraktion und stellv. SPD-Landesvorsitzende, ein Impulsreferat von Leni Breymaier MdB, Sprecherin der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der SPD-Bundestagsfraktion mit dem Titel "Das Jahrzehnt der Gleichstellung - jetzt aber zack!".

Am Nachmittag finden dann die Neuwahlen des ASF-Landesvorstands und der Delegierten zur ASF-Bundeskonferenz 2023 statt.

Einladung

Berichts- und Antragsbuch

 

06.04.2022 in Pressemitteilungen

QUO VADIS - Rote Laterne für das männlichste aller Landesparlamente im Bundesvergleich!

 

„Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Land begrüßt den heutigen Beschluss zur Änderung des Wahlrechts“, so die Landesvorsitzende Sonja Elser. Das Landtagswahlrecht in ein Zwei-Stimmen-Wahlrecht zu ändern, ist ein Schritt hin zu einer höheren Repräsentanz von Frauen im Landesparlament von Baden-Württemberg. Mit dem Zwei-Stimmen-Wahlrecht, angelehnt an das Bundestagswahlrecht, liegt nun die Verantwortung bei den jeweiligen Parteien, Frauen und Männer gleichermaßen auf der Liste zu platzieren.

„Wir in der SPD haben seit Jahren bei der Besetzung der Liste zur Bundestagswahl den echten Reißverschluss, der im Wechsel Männer und Frauen reiht. Und das werden wir nun für die künftigen Listen zu Landtagswahlen ebenso praktizieren“, freut sich die ASF-Landesvorsitzende Elser heute. „Die Gleichstellung der Geschlechter ist in unserer Partei Konsens und die Aussicht auf eine künftig geschlechterparitätische Besetzung der Landtagsfraktion eine echte Freude, angesichts der derzeit undiskutablen drei weiblichen Landtagsmandate der SPD“, so Elser weiter. Ein Dank gehe auch an die SPD-Landtagsfraktion, die den Antrag zur Wahlrechtsänderung mit eingebracht hat.

Die SPD-Frauen im Land hätten sich ein echtes Parité-Gesetz gewünscht, damit das gesamte Parlament geschlechtergerecht, also 50:50 besetzt ist. Mit der heutigen Änderung des Landtagswahlrechts liege die Verantwortung der Listenerstellung bei den Parteien selbst und das sei gleichstellungspolitisch nur ein halber Schritt! „Heute feiern wir den ersten Schritt und morgen geht das Ringen um weitere Verbesserungen und echte Chancengerechtigkeit für mehr Frauen in den Parlamenten weiter“, so Elser abschließend.

07.03.2022 in Pressemitteilungen

Gleichstellung - Es bleibt noch vieles zu tun

 

ASF und AfA zum Equal Pay Day am 7. März und zum Internationalen Frauentag am 8. März

 

„Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich Gleichstellung einiges erreicht wurde, können wir noch nicht zufrieden sein. Frauen sind weiterhin in Führungspositionen und Parlamenten unterrepräsentiert, arbeiten hauptsächlich in Teilzeit und übernehmen noch immer den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen“, erklärt Sonja Elser, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg. Zudem seien Frauen und Mädchen im Alltag oft Diskriminierung ausgesetzt, die bereits mit der Sprache beginnt, mit sogenannter „Hate Speech“. Dabei werden regelmäßig die Grenzen der Privatsphäre, der Vertraulichkeit und des Respekts überschritten.

 

Udo Lutz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) betont: „Frauen verdienen für den gleichen Job auch heute noch durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer. Gründe für diesen Gender Pay Gap sind z.B., dass Frauen oftmals Berufe ausüben, die insgesamt geringer entlohnt werden, z.B. in der Pflege oder in der frühkindlichen Bildung. Frauen haben schlechtere Karrierechancen und stoßen an gläserne Decken. Wir wollen endlich faire Löhne! Um dies durchzusetzen braucht es u.a. mehr Frauen, die sich in Arbeitnehmervertretungen engagieren.“ Die zunehmende Digitalisierung verbessere zwar die Arbeitsmarkt- und Erwerbschancen für Frauen nicht automatisch, eröffne aber die Chance auf mehr Lohngleichheit.

 

Die strukturelle Diskriminierung müsse endlich ein Ende haben, darin sind sich ASF und AfA einig. Die beiden Arbeitsgemeinschaften begrüßen es daher, dass sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat, den Gender Pay Gap deutlich zu senken.

02.02.2022 in Allgemein

Danke, Evelyne!

 

Liebe Evelyne,

nun ist es also soweit – Du hast Dich entschlossen, zum 1. Februar Dein Mandat als Europaabgeordnete niederzulegen.

Als gebürtige Französin mit Wahlheimat Deutschland lebst Du den europäischen Gedanken wie kaum jemand sonst. Die Gleichstellung von Frauen und Männern war und ist Dir eine Herzensangelegenheit. Das hat Dich früh zur ASF geführt, wo Du Dich auf allen Ebenen engagiert hast. Die ASF in den Kreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe hast Du ins Leben gerufen. Viele Jahre lang warst Du im Landes- und Bundesvorstand – zuletzt als stellvertretende Bundesvorsitzende – aktiv.

Seit 1994 warst Du „unsere“ Frau in Europa, davon zwei Jahre als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Regelmäßig hast Du uns mit aktuellen Infos zur Gleichstellungpolitik in Europa auf dem Laufenden gehalten.

Im Namen der ASF Baden-Württemberg, aber auch ganz persönlich, bedanke ich mich sehr herzlich für Dein langjähriges politisches Engagement. Wir sind sicher, dass Dich die Politik auch weiterhin nicht loslassen wird und Du Dich in vielfältiger Art und Weise einbringen wirst. Für die Zukunft im (Un-)Ruhezustand wünschen wir Dir alles erdenklich Gute. Wir freuen uns darauf, Dich bei der einen oder anderen Gelegenheit wiederzusehen – vielleicht schon bald bei unserer Landesdelegiertenkonferenz im Mai.

Herzliche Grüße

Für den Vorstand

Sonja Elser
ASF-Landesvorsitzende

25.11.2021 in Pressemitteilungen

THE LINE HAS BEEN CROSSED – NULL TOLERANZZONE BEI GEWALT GEGEN FRAUEN!

 

ASF Baden-Württemberg zum Tag gegen Gewalt an Frauen

 

Frau sein bedeutet leider auch noch im Jahr 2021 für jede 3. Frau, einmal in ihrem Leben in irgendeiner Form Gewalt zu erleben. Für viel zu viele Frauen ist auch noch heute häusliche Gewalt Realität. Auch im 21. Jahrhundert erscheint es fast normal, dass Frauen im Allgemeinen Angst haben, sich draußen nach Einbruch der Dämmerung allein zu bewegen, und dass die Angst vor Vergewaltigung sie wie selbstverständlich ein weites Stück ihres Lebens begleitet. Politisch aktive Frauen werden zudem signifikant häufiges Ziel von Hate speech und Gewalt gegen sie im Netz.

Als Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratische Frauen in Baden-Württemberg (ASF) betonen wir am heutigen Tag der Gewalt gegen Frauen, dass Gleichstellung zuallererst beginnt mit dem gleichberechtigen Leben ohne Gewalt. Auch wenn es in den vergangenen Jahrzehnten zu einer zunehmenden Sensibilisierung in der Gesellschaft gekommen ist, fordern wir hier weitere massive Anstrengungen, damit es endlich ebenso selbstverständlich für Mädchen und Frauen ist, wie für Jungen und Männer, ein Leben ohne Gewalt und Angst vor Gewalt zu führen.

 

Hierzu sind jedoch noch gewaltige Anstrengungen in vielfältigen Gebieten notwendig, zumal im digitalen Zeitalter auch wieder neue Formen von Gewalt gegen Frauen zunehmen. Wenn heute 80 % der meist konsumierten Mainstream-Pornographie Darstellungen von Gewalt und Entwürdigung von Frauen enthalten, findet so eine erneute Normalisierung von Gewalt gegen Frauen statt, die wir nicht hinnehmen können. Wir fordern hier u.a. einen wirksamen Jugendschutz und die konsequente Strafverfolgung von Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Frauen im Internet.

„Gewalt gegen Frauen zerstört unsere Gesellschaft von innen heraus und dies gilt es zu verhindern“, so die ASF-Landesvorsitzende Sonja Elser.

Am 25. November 2021 ruft die ASF Baden-Württemberg alle gesellschaftlichen Akteure dazu auf, ihre Bemühungen gegen die Gewalt gegen Frauen konsequent weiter zu verfolgen und zu verstärken.

 

Die SPD-Frauen verweisen auch auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, ein bundesweites Beratungsangebot. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 erhalten Betroffene aller Nationalitäten 365 Tage im Jahr Unterstützung rund um die Uhr – anonym und kostenfrei.